
Arabisch-Sassanidische Münze
Fundort Karabalgasun
Datierung 7.-8. Jh.
Epoche Umayadisches Kalifat
Material Silber
Technik Geprägt
Typ Einzelobjekte
Beschreibung
Eine Seite der Münze zeigt den zoroastrischen Feueraltar und Priester, Flammen, Sonne, Halbmond und Sterne. Neben den Priestern befindet sich jeweils eine Inschrift in arabischen Buchstaben. Hier sind das Prägedatum der Münze (24. Jahr) und der Name der Stadt [ML (Marv)/ oder MY (Meshan)] angegeben. Auf der Vorderseite der Münze ist die Figur eines Königs mit einer Krone eingeprägt. Er ist mit Ohrringen in den Ohren, dickem Bart am Kinn, lockigen Haaren, die hinter seinen Ohren herabhängen, einem mondförmigen Band um den Hals und einer großen Nase dargestellt. Es scheint sich um eine spätere arabisch-sassanidische Münze zu handeln. So bezeichnet man Münzen, die nach der Eroberung des persischen Sassanidenreiches durch die muslimischen Araber im Stil des untergegangenen Reiches geprägt wurden. Diese Münze wurde entlang des Randes auf einer Seite eingeschnitten und mit einem kleinen Loch versehen. Dies zeigt, dass die Uiguren die Münzen später als Schmuck, zum Beispiel als Halskette oder Anhänger verwendeten.
3D Visualisierung
3D Modell: H. Rohland / DAI
Bilder: H. Rohland / DAI
Literatur
Bates, M. (2011) ‘Arab-Sasanian Coins’, Encyclopaedia Iranica. Available at: https://iranicaonline.org/articles/arab-sasanian-coins (Accessed: 6 December 2024).