
Steigbügel, Fragment
Fundort Ausgrabung "Große Halle"
Datierung 13.-14. Jh.
Epoche Mongolisches Großreich
Material Gusseisen
Technik Eisenguss
Typ Ausgrabungsfund
Beschreibung
Das Pferd und das Reiten spielen eine zentrale Rolle in der Lebenswelt der Nomaden, ob in Krieg oder Frieden. Das Yuan-Shih, die offizielle chinesische Geschichtswerk über die Mongolische Yuan-Dynastie, hält fest:
“Die Yuan kamen aus den nördlichen Gebieten. Sie sind von Natur aus gut im Reiten und Bogenschießen. Daher nahmen sie durch den Vorteil von Bogen und Pferd die Welt in Besitz”
Aus dem Englischen nach Veit, V. (1989)
Ein wichtiger Bestandteil des Reitzeuges ist der Steigbügel: Er ermöglicht dem Reiter, sich im Sattel aufzurichten, sich umzuwenden und dabei im Gleichgewicht zu bleiben. Diese Fähigkeiten sind unverzichtbar im Krieg wie auch beim Hüten und vor allem Einfangen von Weidetieren.
Dieses Fragment stellt den oberen Teil eines prächtig verzierten Steigbügels dar. In der Mitte ist der Durchzug des Steigbügelriemens zu erkennen. Zu beiden Seiten sind die Köpfe von Fabelwesen zu erkennen, die an Wölfe und auch ein wenig an Drachen erinnern.
3D Visualisierung
3D Modell: H. Rohland
Bilder: H. Rohland
Literatur
Veit, V. (1989) ‘Das Pferd - Freund und Gefährte der Mongolen.’ In Heissig, W. and Müller, C. C. (eds) Die Mongolen. Frankfurt am Main, pp. 163–169.