
Lotusblüte aus Bronzeblech
Fundort Karabalgasun
Datierung 8.-9. Jh.
Epoche Uigurisches Reich
Material Bronze
Technik Geformt
Typ Ausgrabungsfund
Beschreibung
Eine dünne Kupferplatte wurde in eine Lotusform mit 6 gleich großen Blütenblättern geschnitten, mit einem kreisförmigen Loch in der Mitte. Die Blütenblätter haben scharfe Spitze rundherum. Zwei identische Zuschnitte wurden gefaltet und übereinander gelegt, so dass eine Blume mit 12 Blütenblättern entstand. Sie könnte Teil der einer buddhistischen Opfergabe gewesen sein. Von der Form her ähnelt sie stark dem blütenförmigen Opferteller der Tang-Dynastie, das heute im Shoso-in des Todai-ji-Tempels in Nara, Japan, aufbewahrt wird.
Die beiden Metallbleche sind mit zwei Nieten aufeinander befestigt. An der Oberseite sind nahe dem zentralen Loch die Nietköpfe, auf der Rückseite sind die Nietbleche zu sehen. Möglicherweise war die Blume auf einem anderen Material, zum Beispiel Textil oder Leder befestigt. Darauf deuten auch mindestens fünf kleine Löcher in den Blütenblättern hin. Sie könnten genutzt worden sein, um die Blume auf einer Unterlage zum Beispiel durch Aufnähen zu befestigen.
3D Visualisierung
3D Modell: H. Rohland
Bilder: H. Rohland