Tsatsa mit Darstellung einer Tara

Fundort Karakorum

Datierung 13.-14. Jh.

Epoche Mongolisches Großreich

Material Ton

Technik Plastik

Typ Ausgrabungsfund

Beschreibung

Tsatsas sind Opfergaben, die im buddhistischen Umfeld häufig und bis heute anzutreffen sind. Sie werden aus Ton geformt, oftmals werden auch die Asche von buddhistischen Lehrern oder Heiligen beigemengt. Ihre Herstellung mithilfe von Formen ist ein Ritual oder auch eine Handlungsmeditation, bei der meist Mantras rezitiert werden. Dies soll beim Erlangen der Buddhaschaft helfen. Nach ihrer Herstellung werden Tsatsas an besonderen Orten, wie zum Beispiel Stupas oder auch heiligen Orten in der Natur platziert. Sie können unterschiedliche Formen haben. Häufig ist die Darstellung des Buddhas und Bodhisattvas. Ebenfalls eine häufige Form ist die Darstellung unterschiedlicher Stupas.

Dieses Objekt wurde zusammen mit ungefähr 100.000 weiteren Tsatsas im Fundament des zentralen Stupas der Großen Halle als Bauopfer deponiert. Hier ist jedoch die Gottheit Tara dargestellt, die der Legende nach aus den Tränen von Avalokiteshvara, des Bodhisattvas des unendlichen Mitgefühls, geboren wurde. Sie ist eine bis heute häufig verehrte weibliche Schutzgottheit im Buddhismus.

3D Visualisierung

3D Modell: H. Rohland / DAI

Bilder: B. Rentsendorj / HTWD

Literatur

McArthur, M. (2002) Reading Buddhist Art: An Illustrated Guide to Buddhist Signs and Symbols. London, p. 43-47.