Mensch-Vogel-Plastik „Galbinga“
Fundort Karakorum
Datierung 13.-14. Jh.
Epoche Mongolisches Großreich
Material Keramik
Technik Plastik
Typ Ausgrabungsfund
Beschreibung
In Karakorum wurde eine Vielzahl von Fragmenten von Mensch-Vogel-Plastiken entdeckt, die meisten im Bereich des Ofenareals am Orchon-Ufer. Zwei Köpfe, aber vor allem Oberkörper-, Flügel- und Standfußfragmente, mit teilweise grüner Glasur wurden dokumentiert.
Aufgrund der Darstellung der Vogelbeine stehend auf einem dämonischen Kopf ist davon auszugehen, dass es sich um eine regionale Wächterfigur aus dem buddhistischen Kontext handelt, die sogenannte Galbinga. Sie sieht der Kalavinka aus dem chinesischen Raum sehr ähnlich, jedoch wird diese eher mit Gesang und dem Himmel assoziiert und nicht mit Dämonen dargestellt. Beide werden auch schnell mit der Kinnari verglichen. Aber diese unterscheidet sich in ihrer Darstellung durch einen meist nackten Oberkörper mit Musikinstrumenten in den Händen und Flügeln seitlich an den Hüften. Außerdem ist diese vor allem im südostasiatischen Raum verbreitet.








